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1. Schweissprüfung PJV AR – 06./07.06.2026

06.06.2026 Prüfungsvorbereitung

Bei optimalen Wetterbedingungen trafen sich am Samstag, 06.06., die Revierführer, Richter und die Prüfungsleitung zum Fährtenlegen. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Gipfeln, verbunden mit dem ein oder anderen Fachsimpeln, begrüsste der Hundeobmann die Corona, verdankte das unkomplizierte Zurverfügungstellen und übermittelte Grüsse von der Jagdverwaltung Appenzell Ausserrhoden. Unter den erfahrenen und engagierten Richtern hatten wir vier Vorstandsmitglieder des SVC (Schweizer Vorstehhund Club), die gerne der Einladung des Hundeobmanns zum Richten gefolgt waren. Für die wichtige Aufgabe als Revierführer im Hinterland hatten sich Ramon Schlager, Marc Wilborn und Sepp Fässler zur Verfügung gestellt. Sie sorgten für die nötige Orientierung im Gelände für die ortsfremden Richter und damit massgeblich für den späteren reibungslosen Ablauf.


Anschliessend übernahm der engagierte Prüfungsleiter Marcel Gähwiler (Hundeobmann von Jagd Thurgau). Er verdankte die vorbildliche Organisation und führte kurz durch die PO, sorgte nochmals für den gleichen Wissensstand zur Fährtenanlage und späteren Beurteilung der Arbeiten. Er zeigte sich sehr erfreut, dass auch die AR-Jagd sich intensiver mit der eigenen Hundearbeit und -ausbildung auseinandersetzt und nun auch für eine eigene Prüfung besorgt ist. Die Führer beanspruchen so nicht die Prüfungsplätze im angrenzenden TG oder SG, die sie für die eigenen Mitglieder dringend benötigen.


Zur Prüfung angemeldet waren 7 Gespanne, wovon zwei unter Abtretung des Nenngeldes (Nenngeld = Reuegeld) die Nennung bereits in der Vorwoche zurückzogen; ein weiteres meldete sich leider kurzfristig am Morgen noch ab. Im Vorfeld mussten zwei Nennungen leider abgelehnt werden, da die genannten Hunde nicht das von der PO geforderte Mindestalter von 15 Monaten zum Prüfungsstichtag hatten.


So ging es anschliessend in die Revierteile des Hinterlandes: den Nieschberg/Herisau, den Stäggelenberg/Herisau und den Bruggerenwald/Urnäsch. Es wurden zwei 1'000-Meter- und zwei 500-Meter-Fährten sowie die beiden Reservefährten gespritzt.


07.06.2026 Prüfungstag

Pünktlich um 08.00 Uhr besammelten sich alle Protagonisten (die Gespanne reisten aus BL, SH, ZH und AR an) in der Zellersmüli und wurden mit Kaffee und Gipfeln versorgt. Der Hundeobmann AR übergab zügig nach einer allgemeinen Begrüssung an den Prüfungsleiter. Er skizzierte die wichtigsten Punkte aus der PO; massgeblich wies er auf das Einweisen nach Abruf und die Unterschiede zwischen der 500er- und 1'000er-Fährte hin. In der Folge wurden die Fährten mittels nummerierter Appenzeller Fläschchen verlost und es ging in Gruppen ins Revier zur Fährtenarbeit.


Nach den Arbeiten besammelte man sich wieder für Rangverkündung und Absenden in der Zellersmüli. Von den vier gestarteten Gespannen konnten drei den Ansprüchen leider nicht genügen und ihre Prüfungen wurden je mit dem dritten Abruf von der Fährte beendet. Es folgte nach den Arbeiten je eine kurze Manöverkritik. Trotz optimaler Bedingungen, was die Witterung und Sichtbarkeit der Pirschzeichen betraf, gab es diverse Verleitungen aus der Nacht auf den Fährtenverläufen, mit denen die Hunde und damit die Führer sich schwertaten. Einem Gespann konnte die begehrte Urkunde übergeben werden und die Dokumentation in der Ahnentafel erhalten.


Marcel motivierte die Gespanne, dranzubleiben und konzentriert an den Problemfeldern zu arbeiten, um sich erneut der Herausforderung stellen zu können. Nur wer startet, kann durchfallen; wer gar nicht erst startet, ist schon durchgefallen! Zum Ausklang gab es Bratwürste vom Grill; ein Führer brachte noch eigene Wildsau-Spezialitäten mit, die ausgiebig und wohlwollend von der Corona degustiert wurden. Intensive Gespräche um Jagd, Hund, Schweiss und Prüfung rundeten den Tag ab und Stück für Stück löste sich die Gesellschaft auf.


Bis im nächsten Jahr – denn für eine waidgerechte, ethische Jagdausübung braucht es fitte, gut trainierte und geprüfte Gespanne!


In diesem Sinne findet am 20./21.06.2026 im ML die zweite Hundeübung statt, damit wir gut im Training für den Einsatz bleiben, denn dieses Zitat aus einem uralten Büchlein von 1943, welche der Hundeobmann vor Jahrzehnten zur bestandenen Jägerprüfung vom Lehrmeister überreicht bekam, hat immer noch Bestand:


Ein guter Hund macht einen guten Jäger, Ein guter Jäger macht einen guten Hund.


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