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Bericht vom ersten Hundeübungstag «Schweiss» des PJV AR 11. + 12.04.2026

Aktualisiert: vor 1 Tag

Zum Fährtenlegen trafen sich die 7 angemeldeten Gespanne am Samstagnachmittag im Rechberg, Herisau, im Appenzeller Hinterland. Die HL-Übung haben wir neu per 2026 an den Anfang des Jahres genommen, um den Bedürfnissen der Hochjagd Rechnung zu tragen und nicht so kurz vor Jagdbeginn noch Beunruhigung in Urnäsch zu erzeugen. Aufgrund der ausgeschriebenen Wildruhezonen haben wir die Übung in Abstimmung mit der Wildhut zusätzlich nach Herisau (Raum Stäggelenberg) verlegt.


Gaby Kamber hat sich freundlicherweise bereit erklärt, als «Chef vom Dienst» beim Fährtenlegen zu fungieren, da ich kurzfristig als JGHV-Verbandsrichter an die VJP-Jugendsuche der Vorstehhunde des JGV Augsburg zum Richten aufgeboten wurde. Liebe Gaby, herzlichen Dank für diese Extrameile für das Hundewesen, das hat reibungslos geklappt und die Stimmung war sehr gut.


Am Sontag traf sich die Gruppe wieder zu Kaffee und Gipfel, diesmal in der Reiterstube der Zellersmüli in Herisau. Nach Austausch und gut gestärkt, verschoben die Gespanne in Gruppen ins Gelände zur Arbeit. Das Wetter war nass (beim Legen wie auch beim Arbeiten der Fährten), Pirschzeichen am Folgetag waren praktisch nicht zu sehen. Für meine Weimaranerhündin Domino war es die Generalprobe vor der Prüfung, die sie mit perfekt verwiesenem Anschuss sehr gut meisterte (nachdem sie zunächst bereits auf den Fährtenabgang kam und dann selbständig bis zum Anschuss retour arbeitete und diesen mit Ablegen verwies). Eine kleine Unsicherheit auf einem frischen Wechsel aus der Nacht, den sie aber mit einer schönen Selbstkorrektur meisterte. Nach 16 Minuten waren wir an der ausgelegten Decke.


Christophs junger Wachtelrüde war vor Beginn an sehr aufgedreht, konzentrierte sich nach dem Ablegen am Anschussquadrat merklich und zeigte ebenfalls eine tolle Arbeit, zwar mit zum Teil straff gespanntem Riemen und Ablenkungen durch Verleitungen. Er nahm sich aber recht zusammen, wurde auf der Fährte kurz abgelegt und so kam auch er mit seinem Führer speditiv mit etwas Unterstützung zum Schluss der gut ausgebändelten Fährte. Beide haben noch knapp eineinhalb Monate bis es auf der ersten Schweissprüfung des Kantons AR ernst gilt. Draabliibe, das kommt gut!


Bei den anderen beiden Gruppen lief es ebenfalls dem Ausbildungsstand entsprechend gut, Gaby und Werner begleiteten, nach der seriösen Arbeit Ihrer beiden Hunde auf den eigenen Fährten, zusätzlich Angela Egli mit Maloney. Der junge Luzerner Laufhund arbeitet sehr langsam und konzentriert und buchstabiert die Fährte metergenau aus, so schwärmte Gaby vom Zuschauen bei der anschliessenden Manöverkritik!


Heinz mit Heideterrier Leo, kam ebenfalls auf der gut markierten Fährte zum Ziel. Der bereits bejagte Leo, hat verständlicher Weise teils grosses Interesse an den frischen Verleitungen im Verlauf der Fährte. Hier heisst es konsequent und konzentriert weiterzuarbeiten, Routine zu entwickeln, die Fährten noch gut zu markieren, damit der Führer genau weiss, wo es durchgeht und den Hund besser lesen lernt. Die Nase hat er,… definitiv!


Auf der ersten AR-Schweiss-Prüfung vom 07.06. starten zwei der Teilnehmer des heutigen Übungstages (Christoph und Heinz), Angelas Maloney ist leider 11 Tage zu jung und erreicht das von der AGJ vorgegebene Mindestalter von 15 Monaten noch nicht, aber toll dass sie so früh ins Training einsteigt, da «schenken» einem die Vierbeiner extrem viel und sind äusserst motiviert bei der Sache. Du bist Maloney sehr gut unterwegs und v.a schön wie ruhig er arbeitet (Gaby hat die Arbeit ja begleitet und wirklich geschwärmt).


Werner und Gaby machten bei anschliessenden Aser ebenfalls das Angebot weiter im Training der jungen Hunde in ihrem Revier zu unterstützen und Fährten zu legen, das Angebot wurde sofort angenommen, Termine im Kalender geprüft und grad fixiert. Super Einstellung und herzlichen Dank für diese grosszügige Möglichkeit.


Nach Manöverkritik und Aser, haben wir noch einen praktischen Teil eingebaut, in den ich den interessierten Hundeführer/innen das korrekte traditionelle "Aufdocken" eines Schweissriemens gezeigt habe. Hier wird es noch die ein oder andere Einheit zur Übung benötigen diese kunstvolle Art des parat machen des Riemens zu perfektionieren.


Exkurs: News von der Prüfungsfront: nachdem ich als Organisator der AR-Schweissprüfung vom 07.06.2026 selbst diese selbst nicht laufen kann (oder sollte), habe ich bereits am 18.04.2026 im SVC (schweizerischen Vorstehhund Club) die Prüfung genannt und geführt. Wir konnten bei besten Bedingungen diese erfolgreich absolvieren. Bei Interesse ist hier der Link zum Bericht des SVC.


Herzlichen Dank allen für die mir entgegengebrachte Unterstützung. Nun heisst es dranbleiben und konzentriert auf die 1'000 Meter hinarbeiten, aber jetzt ist erstmal die VGP im Herbst auf dem Programm. Da soll die kleine Graue dann im Fach Schweiss auch das Bringsel-Verweisen zeigen und leisten!


Allen Gespannen wünsche ich dann im Juni das nötige Suchenglück, hoffe persönlich die Urkunden des PJV AR überreichen zu können und bis dahin gute Trainingsfortschritte. Gerne stehe auch ich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Ich würde mich sehr freuen im Bericht der nächsten Übung zu allererst vom Erfolg der gestarteten AR-Gespanne zu berichten,…



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