Lebensraumaufwertung für Wildtiere auf der Alp Klosmeren
- Felix Eberhard
- 2. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Gais, Samstag, 27. September 2025: Mitglieder der Rhode, Stadt und Vorstadt Altstätten sowie des Patentjägervereins Appenzell-Ausserrhoden haben sich gemeinsam mit dem Pächter und dem Alpmeister auf der Alp Klosmeren bei Gais engagiert, um den Lebensraum für Wildtiere aufzuwerten. Dabei wurde entlang des Waldrandes alter, teilweise in Bäume eingewachsener Stacheldrahtzaun entfernt.
Am Samstagmorgen begrüsste Rhodmeister Walter Segmüller die Anwesenden – Mitglieder der Rhode, den Pächter, den Alpmeister sowie die Jäger unter der Leitung von Reto Eugster (Gais). In einer kurzen Einführung erläuterte er die historische Bedeutung der verschiedenen Rhoden im Raum Gais und Trogen, deren Grundeigentum oft in Rheintaler Hand liegt, sich jedoch auf Ausserrhoder Boden befindet. Anschliessend wurden die Teilnehmenden in Gruppen aufgeteilt und begannen unter der Führung der Rhode-Mitglieder mit dem Rückbau des alten Stacheldrahts. Dieser stellt für wildlebende Tiere eine erhebliche Gefahr dar und kann zu schweren Verletzungen führen.
Ein Teil der Zäune wurde bereits durch dreilitzige Drahtzäune ersetzt, die an den Übergängen mit Türen oder Federdrahtöffnungen versehen sind – eine wildtierfreundlichere Lösung. In Appenzell Ausserrhoden erfolgt die Entfernung solcher Zäune in der Regel freiwillig durch die Grundeigentümer.
Die kantonalen Fachbereiche für Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Forst sowie der Patentjägerverein Appenzell-Ausserrhoden setzen sich aktiv dafür ein, nicht mehr genutzte Zäune und Stacheldrähte aus der Landschaft zu entfernen, um konkrete Lebensraumaufwertungen für Wildtiere zu erreichen.
Über folgenden Link kann ein Meldeformular zur Anmeldung von Unterstützungsbedarf heruntergeladen werden: Aufwertung Wildtier-Lebensraum - Appenzell Ausserrhoden
Nach einem stärkenden Znüni mit Kaffee und Eingeklemmtem ging die Arbeit weiter. Gegen Mittag trafen sich alle Teilnehmenden in der geheizten Alphütte zu einem gemütlichen Mittagessen mit Grilladen und Salaten. In entspannter Atmosphäre wurden angeregte Gespräche geführt und Erfahrungen ausgetauscht. Den gelungenen Arbeitstag rundeten Kaffee und diverse Kuchen ab.
Zum Abschluss bedankte sich Rhodmeister Walter Segmüller herzlich bei allen für ihren engagierten Einsatz. So endete ein erfolgreicher und für die Natur wertvoller Tag mit zufriedenen Teilnehmenden.

















