Gemeinschaftseinsatz im Lankersgäbris: Wildschutzzaun entfernt und Wald verjüngt
- Felix Eberhard
- vor 1 Tag
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In einem Waldstück im Raum Lankersgäbris in Gais entfernten Jäger des Patentjägervereins Appenzell Ausserrhoden gemeinsam mit dem Forstbetrieb Gais einen über 30 Jahre alten Wildschutzzaun. Gleichzeitig räumten sie die Schlagfläche eines kürzlich durchgeführten Holzschlags.
Sturm von 1987 als Ausgangslage
Nach dem starken Föhnsturm vom 4. April 1987 entstanden in Ausserrhoden Schäden an rund 120'000 Kubikmetern Holz. Die Schadenssumme belief sich auf etwa 11 Millionen Franken.
Im Gebiet Lankersgäbris wurden in einem stark betroffenen Waldstück verschiedene Baumarten gepflanzt. Um ihren Aufwuchs vor Wildverbiss zu schützen, errichtete man damals einen Wildschutzzaun. Inzwischen haben die Bäume eine ausreichende Höhe erreicht, sodass sie nicht mehr durch Reh- oder Rotwild gefährdet sind. Deshalb konnte der alte Zaun nun entfernt werden.
Boden freigemacht, Verjüngung eingeleitet
Die in diesem Jahr beim winterlichen Holzschlag angefallenen Äste wurden von den Jägern zu Holzhaufen an den Baumstöcken zusammengetragen. So wurde der Boden freigemacht und die Voraussetzung für eine natürliche Waldverjüngung geschaffen.
Unter den Ästen kamen bereits diverse versamte «Kleinstbäume» wie Weisstanne, Ahorn, Buche und Vogelbeere zum Vorschein. Durch das Freimachen des Waldstücks haben diese und weitere Baumarten bessere Chancen anzuwachsen. Dies wird in einigen Jahrzehnten wieder zu einem naturnahen, mit verschiedenen Baumarten durchmischten Waldstück führen.
Gemeinschaftseinsatz für Wald und Wildtiere
Mit ihrem Gemeinschaftseinsatz leisteten die Jäger einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Lebensraums für Wildtiere und zur Förderung einer naturnahen Waldentwicklung. Werner Höhener, Präsident der Waldkorporation «Hackbühl» Gais, dankte den Jägern dafür beim Znüni.
Zum Mittagessen lud der Forst im unteren Gäbris zu heissem Fleischkäse und Salat ein, was die Jäger sehr schätzten. Dabei tauschten sie sich über die geleistete Arbeit und ihre Jagderlebnisse aus.















