Do, 23. Mai 2013
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Aktuelles

Jahresbericht des Präsidenten über das Jahr 2012

Sehr geehrte Gäste,
liebe Ehrenmitglieder und Mitglieder

Bereits zum dritten Mal habe ich die Aufgabe, über ein Vereinsjahr zu berichten. Auch mein drittes Präsidialjahr habe ich als insgesamt ruhig erlebt, vor allem auch deshalb, weil die Jagd unfallfrei verlief. Ich danke allen, die mit ihrem weidgerechten, vorsichtigen Ver-halten zu diesem erfreulichen Fazit beigetragen haben.

Jagdverlauf 2012
Zu detaillierten Informationen über den Jagdverlauf verweise ich auf den Bericht des kantonalen Hegechefs sowie des Hochjagdvereins.

Rückblick auf die HV 2012
Die Subkommission Jagdschiessstand hintere Au, welche unter der Leitung von Ehrenmitglied Ernst Menet umfassende Abklärungen anstellte, legte der HV einen Bericht über den Ersatz der elektronischen Trefferanzeige vor. Von den drei vorgelegten Varianten entschied die Versammlung nach intensiver Diskussion, Variante C zu rea-lisieren: Verzicht auf 170 m Distanz und Kauf einer zusätzlichen Einzelscheibe, damit nachher auf der 100 m-Distanz 2 Wechselscheiben sowie „unsere“ Einzelscheibe zur Verfügung stehen. Das Budget des Kantons wurde Ende November 2012 genehmigt, inklusive den rund Fr. 35‘000 für die beiden Wechselscheiben bei den Hochbauausgaben. Damit ist der Weg zur Realisierung dieses Projektes frei. Unser Schützenmeister wird in seinem Traktandum über den aktuellen Stand berichten.
Für mich war die Wahl von Georges Kamber, Wolfhalden, zum Nachfolger des Ausbil-dungsverantwortlichen Hans Baldegger der absolute Höhepunkt. Wir wollten der HV eigentlich beantragen, diese Position vakant zu lassen, da eine aufwendige Suche unter unseren Mitgliedern, bei der wir die Ehrenmitglieder nicht einbezogen haben, ergebnislos verlief. Am 3. Mai 2012 kam dann ein Mail von Georges Kamber, wo er sich für die HV entschuldigte. Er schrieb auch: „ Wenn ihr wirklich niemanden findet könnte man mit mir sprechen. Auch als 61 jähriger Jäger und Ehrenmitglied würde ich nochmals eine Herausforderung annehmen.“ Sofort habe ich Georges angerufen und mit ihm das Vorgehen für die HV vom 4. Mai 2012 besprochen. Diese ganz spontane Zusage hat unserem Verein eine ungemütliche, unsichere Situation im Vorstand erspart und ich bin Georges Kamber von ganzem Herzen dankbar, dass er sich nochmals exponiert und engagiert. Dieses Beispiel ist ein Vorbild, das hoffentlich auch andere motiviert, sich für die Sache der Jagd auch (erstmals) oder nochmals zu engagieren.

Hegetätigkeit
Ich verweise auf die wie gewohnt sehr wertvollen und fundierten Ausführungen des kantonalen Hegechefs Michael Künzler sowie der vier Hegeringobmänner. Auch sie verdienen höchsten Respekt und unsere uneingeschränkte Unterstützung für ihre wichtige und öffentlichkeitswirksame Tätigkeit.
Die Hegeorganisation unseres Vereins ist mit der Unterstützung durch die Mitglieder weitgehend zufrieden. Es ist mir darum ein Bedürfnis, allen, die Hegearbeit geleistet haben, für ihren Einsatz herzlich zu danken.

Schiesswesen
Schützenmeister René Frischknecht und sein Team bieten uns sowohl an den gut besuch-ten Uebungsschiessen wie auch am leider weniger gut besuchten kant. Jagdschiessen alles, was des Jagdschützen Herz begehrt. Dafür gebührt ihnen allen Dank und Aner-kennung.
Das kantonale Jagdschiessen hätte mehr Beteiligung von den Mitgliedern unseres Vereins verdient. Nicht jeder hat die Fertigkeit, um den Titel oder die grössten Preise mitkämpfen zu können. Aber gerade auch aus Respekt gegenüber dem unermüdlichen Einsatz des Standteams und dem Team der Festwirtschaft würde es den Mitgliedern gut anstehen, hier etwas mehr Engagement zu zeigen.
An dieser Stelle nochmals ein dringender Aufruf: Hansueli und Dora Frischknecht haben ihren Rücktritt angekündigt und sie werden nach der Schiesssaison 2013 definitiv nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wären sehr froh, wenn sich jemand melden würde, um diese wichtige Aufgabe zu übernehmen. Es ist auch denkbar, dass jemand ausserhalb der Jägerschaft diese Aufgabe übernehmen könnte. Wir sind auf Eure Mithilfe angewiesen. Auskunft erteilt unser Schützenmeister René Frischknecht (079/541 86 45).

Aus- und Weiterbildung
Der neue Ausbildungschef Georges Kamber hat das Projekt „Wald-Wild“-Tag vorbereitet und mit der Hegeorganisation besprochen und abgestimmt. Ziel ist, der nichtjagenden Bevölkerung Zusammenhänge aufzuzeigen und aktiv Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Ein erster solcher Tag soll unter Mitwirkung von Jägerschaft, Forstorganen sowie den Schutzorganisationen am Samstag, 4. Mai 2013, im Vorderland stattfinden. Die Erfahrungen dieser Veranstaltung werden ausgewertet. Die beiden anderen Hegeringe werden diesen Tag auch noch durchführen.
Die Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz der Schweiz hat im letzten Jahr ein neues Jagdlehrmittel herausgegeben, mit dem Ziel, die Jägerausbildung in allen Kantonen zu vereinheitlichen. Georges Kamber hat im letzten Jahr unseren Ausbildungskurs an dieses neue Lehrmittel angepasst. Die nächste Jungjägerausbildung kann in diesem Herbst aus-geschrieben werden. Somit könnte der nächste Kurs, genügendes Interesse vorausge-setzt, im April 2014 beginnen.

Oeffentlichkeitsarbeit
Es ist für uns Jäger sehr wichtig, dass die Öffentlichkeit von unserem Tun erfährt. Gut ist es, wenn wir unsere Tätigkeit positiv darstellen können. Es muss der Grundsatz gelten, dass alle Hegeeinsätze, seien sie auch noch so klein, mit einem Bild und einem kurzen Text an die Presse geschickt werden, um dieser Anforderung nachzuleben.
Ein wichtiges Instrument für die öffentliche Wahrnehmung sind unsere Jagdhornbläser. Das letztjährige St. Gallische – Appenzellische – Liechtensteinische Jagdhornbläsertreffen vom 24. Juni in Amden wurde von unseren Mitgliedern nicht gut besucht. Es gibt für alles Gründe. Wir bekommen Gelegenheit zur Verbesserung. Das nächste Bläsertreffen dieser Art findet am Sonntag, 22. Juni 2014 in Teufen statt, unter der Leitung unserer Jagdhornbläsergruppe „Waldkauz“. Notiert Euch diesen Termin und zeigt Eure Wertschätzung für die Pflege des jagdlichen Brauchtums mit einem Grossaufmarsch in Teufen.
Das ist eine sehr gute Chance, der nichtjagenden Bevölkerung die Jäger einmal aus einer ganz anderen Warte zu zeigen.
Den von JagdSchweiz angebotenen PR-Kurs besuchte Kassier Hans-Jörg Blaser am 23.11.12 in Luzern.

Kant. Jagdkommission
An zwei Sitzungen wurden die anstehenden Geschäfte behandelt. Ich verweise auch hier auf die Ausführungen unseres Hegechefs.
Noch nicht gelöst ist die Frage der Vertretung der Hochjagd, der einer der drei Jägersitze zur Verfügung stehen müsste. Wir sind zuversichtlich, diese Frage im Laufe des Jahres 2013 definitiv regeln zu können und den Hochjagdverein im Laufe des Jahres beauftragen zu können, auf die Hochjagd-HV 2014 eine Nomination vorzubereiten, die dann zuhanden der kant. HV 2014 eingereicht werden müsste.

Vorstandstätigkeit
An drei Vorstandssitzungen wurden die anstehenden Probleme eingehend diskutiert. Es ist mir ein grosses Anliegen, meiner Kollegin und meinen Kollegen für ihre Unterstützung herzlich zu danken. Nur weil jede und jeder die Aufgaben seines Ressorts mit Engagement angeht und erledigt, ist auch das Präsidium ein Job, der mach- und tragbar ist.

Mitgliedermutationen
Am 26. Februar 2013 wurde Ralph John, Eggersriet, in der kath. Kirche Eggersriet aus diesem Leben verabschiedet. Da er auch im Jägerverein Hubertus, St. Gallen, ein sehr engagiertes Mitglied war, begleiteten ihn die Klänge der Jagdhornbläser Hubertus auf seinem letzten Weg. Ich wünsche Ralph an dieser Stelle Weidmannsruh.
Im Laufe des Jahres haben folgende Mitglieder ihren Austritt aus unserem Verein erklärt: Bruno Büchler, Bühler; Erwin Bühler, Schachen-Reute, Heinrich Naef, Speicher, Hans Preisig, Schönengrund, Alfred Schiess, Herisau.
Ich danke den Austretenden für ihre teils langjährige und engagierte Mitgliedschaft.

Wildruhezonen
Rechtzeitig auf die Wintersaison 2012/2013 konnte die Arbeitsgruppe Wildruhezone die sehr ansprechend gestaltete Broschüre und Karte publizieren. Unser Jagdverwalter hat alle Mitglieder mit einem Exemplar bedient. Besten Dank.

SPW und JagdSchweiz
Am Samstag, 9. Juni 2012, fand in Pruntrut die 4. Delegiertenversammlung von JagdSchweiz statt. Unser Hegechef begleitete mich an diese Veranstaltung, an der bekannt gegeben wurde, dass man sich von Geschäftsführer Dr. Marco Giacometti per Ende 2012 trennen und dass diese Tätigkeit öffentlich ausgeschrieben werde. In der Zwischenzeit wurde David Clavadetscher, Lenzburg, zum neuen Geschäftsführer gewählt und die Geschäftsstelle von Stampa (GR) nach Zofingen (AG) verlegt.
Einmal mehr wurde die Wichtigkeit der Kontaktpflege zu den Jägern im Eidgenössischen Parlament betont. Diese Verbindung ist ein wichtiges Instrument, Einfluss zu nehmen und bei Gesetzgebungsvorlagen in einem frühen Stadium mitgestalten zu können.
Gegenwärtig wird erarbeitet, wie der in der neuen Jagdverordnung festgelegte periodische Treffsicherheits-Nachweis ausgestaltet werden soll, damit er für die Jäger erfüllbar bleibt und von den Kantonen möglichst gegenseitig anerkannt wird.. JagdSchweiz hat eine umfangreiche Stellungnahme zuhanden der Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz eingereicht, die auf die Anliegen der Jägerschaft hinweist. Seien wir gespannt, was hier am Schluss rauskommt. Mit der Neuausrichtung unseres Jagdschiessstandes müssten wir in der Lage sein, die notwendige Kapazität anbieten zu können.
Der Schweizerische Patentjäger- und Wildschutzverband SPW besteht nur noch, um das Verlagsrecht am Schweizer Jäger zu nutzen. Dieses Verlagsrecht ermöglicht dem SPW, seinen Sektionen jährlich einen Beitrag pro Mitglied auszuschütten. Im 2012 waren das Fr. 3.00 pro Mitglied und unsere Kasse kam dadurch zu Fr. 540.00. Die Beiträge werden zurzeit aufgrund der Mitgliederzahlen und nicht aufgrund der Anzahl Abonnenten je Sektion ausbezahlt. Es ist darum wichtig, dass möglichst alle Mitglieder auch Abonnenten sind.
Einziges Organ ist die Präsidentenkonferenz, die einmal jährlich stattfindet und neben der Berichterstattung vor allem auch der Kontaktpflege unter den Patentkantonen dient. Diese Veranstaltung fand am 18. Februar 2012 im Rahmen der Ausstellug „Fischen-Jagen-Schiessen“ in Bern statt.

HV 2013 Antrag zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 2014
Wir beantragen eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf das Jahr 2014 auf Fr. 70.00. Da wir kräftig in den Schiessstand investiert haben, beantragen wir diesen Aufschlag, mit dem automatisch auch der Übungskehr in der hinteren Au inbegriffen wäre. Alle Mitglieder würden damit einen Beitrag an die neuen Anlagen leisten und alle diejenigen, die auch in unserem Stand üben, hätten damit eine Rückvergütung in Form des Standblattes.
Künftig werden vermehrt Diskussionen stattfinden zur Finanzierung der Verbandstätigkeit. Um auf ähnlicher Flughöhe Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können wie die Schutzorganisationen werden wir nicht um Beitragserhöhungen herumkommen. In der Jagdpresse ist die schon fast legendäre „Halbliter-Diskussion“ in vollem Gang. Jagd-Schweiz will sich vor dieser Diskussion so in Form bringen, dass ihr Wirken stärker wahr-genommen wird. Ich gehe davon aus, dass das nächstens der Fall sein wird.

Dank
Zum Schluss danke ich all jenen, die ich im Bericht bisher noch nicht erwähnt habe. Es geht vor allem um diejenigen, die sich von Berufes wegen mit der Jagd und uns Jägern befassen müssen oder dürfen. Es sind dies: der Jagdverwalter Willi Moesch, unser obers-ter Jagdherr Landammann Hans Diem sowie der kantonale Wildhüter Roland Guntli. Es ist wichtig und hilfreich, wenn die Zusammenarbeit reibungslos und fruchtbar ist. Ich durfte feststellen, dass das der Fall ist und dass die Bereitschaft gross ist, Lösungen zu finden, die für beide Seiten stimmen.
Weiter danke ich allen Forstverantwortlichen sowie allen Menschen, die sich mit uns zusammen für Wald und Wild engagieren. Ich freue mich, die Zusammenarbeit in dieser guten Atmosphäre fortsetzen zu dürfen.

Urnäsch, im März 2013
Mit Weimannsdank und viel Jeger’s Gfell für alle
AR Patentjägerverein
Stefan Frischknecht, Präsident

 

 
         
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