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Aktuelles
Jahresbericht des Präsidenten über
das Jahr 2012
Sehr geehrte Gäste,
liebe Ehrenmitglieder und Mitglieder
Bereits zum dritten Mal habe ich die Aufgabe, über ein Vereinsjahr zu
berichten. Auch mein drittes Präsidialjahr habe ich als insgesamt ruhig
erlebt, vor allem auch deshalb, weil die Jagd unfallfrei verlief. Ich danke
allen, die mit ihrem weidgerechten, vorsichtigen Ver-halten zu diesem erfreulichen
Fazit beigetragen haben.
Jagdverlauf 2012
Zu detaillierten Informationen über den Jagdverlauf
verweise ich auf den Bericht des kantonalen Hegechefs sowie
des Hochjagdvereins.
Rückblick auf
die HV 2012
Die Subkommission Jagdschiessstand hintere Au, welche unter
der Leitung von Ehrenmitglied Ernst Menet umfassende Abklärungen
anstellte, legte der HV einen Bericht über den Ersatz
der elektronischen Trefferanzeige vor. Von den drei vorgelegten
Varianten entschied die Versammlung nach intensiver Diskussion,
Variante C zu rea-lisieren: Verzicht auf 170 m Distanz
und Kauf einer zusätzlichen Einzelscheibe, damit nachher
auf der 100 m-Distanz 2 Wechselscheiben sowie „unsere“ Einzelscheibe
zur Verfügung stehen. Das Budget des Kantons wurde
Ende November 2012 genehmigt, inklusive den rund Fr. 35‘000
für die beiden Wechselscheiben bei den Hochbauausgaben.
Damit ist der Weg zur Realisierung dieses Projektes frei.
Unser Schützenmeister wird in seinem Traktandum über
den aktuellen Stand berichten.
Für mich war die Wahl von Georges Kamber, Wolfhalden,
zum Nachfolger des Ausbil-dungsverantwortlichen Hans Baldegger
der absolute Höhepunkt. Wir wollten der HV eigentlich
beantragen, diese Position vakant zu lassen, da eine aufwendige
Suche unter unseren Mitgliedern, bei der wir die Ehrenmitglieder
nicht einbezogen haben, ergebnislos verlief. Am 3. Mai
2012 kam dann ein Mail von Georges Kamber, wo er sich für
die HV entschuldigte. Er schrieb auch: „ Wenn ihr
wirklich niemanden findet könnte man mit mir sprechen.
Auch als 61 jähriger Jäger und Ehrenmitglied
würde ich nochmals eine Herausforderung annehmen.“ Sofort
habe ich Georges angerufen und mit ihm das Vorgehen für
die HV vom 4. Mai 2012 besprochen. Diese ganz spontane
Zusage hat unserem Verein eine ungemütliche, unsichere
Situation im Vorstand erspart und ich bin Georges Kamber
von ganzem Herzen dankbar, dass er sich nochmals exponiert
und engagiert. Dieses Beispiel ist ein Vorbild, das hoffentlich
auch andere motiviert, sich für die Sache der Jagd
auch (erstmals) oder nochmals zu engagieren.
Hegetätigkeit
Ich verweise auf die wie gewohnt sehr wertvollen und fundierten
Ausführungen des kantonalen Hegechefs Michael Künzler
sowie der vier Hegeringobmänner. Auch sie verdienen
höchsten Respekt und unsere uneingeschränkte
Unterstützung für ihre wichtige und öffentlichkeitswirksame
Tätigkeit.
Die Hegeorganisation unseres Vereins ist mit der Unterstützung
durch die Mitglieder weitgehend zufrieden. Es ist mir darum
ein Bedürfnis, allen, die Hegearbeit geleistet haben,
für ihren Einsatz herzlich zu danken.
Schiesswesen
Schützenmeister René Frischknecht und sein
Team bieten uns sowohl an den gut besuch-ten Uebungsschiessen
wie auch am leider weniger gut besuchten kant. Jagdschiessen
alles, was des Jagdschützen Herz begehrt. Dafür
gebührt ihnen allen Dank und Aner-kennung.
Das kantonale Jagdschiessen hätte mehr Beteiligung
von den Mitgliedern unseres Vereins verdient. Nicht jeder
hat die Fertigkeit, um den Titel oder die grössten
Preise mitkämpfen zu können. Aber gerade auch
aus Respekt gegenüber dem unermüdlichen Einsatz
des Standteams und dem Team der Festwirtschaft würde
es den Mitgliedern gut anstehen, hier etwas mehr Engagement
zu zeigen.
An dieser Stelle nochmals ein dringender Aufruf: Hansueli
und Dora Frischknecht haben ihren Rücktritt angekündigt
und sie werden nach der Schiesssaison 2013 definitiv nicht
mehr zur Verfügung stehen. Wir wären sehr froh,
wenn sich jemand melden würde, um diese wichtige Aufgabe
zu übernehmen. Es ist auch denkbar, dass jemand ausserhalb
der Jägerschaft diese Aufgabe übernehmen könnte.
Wir sind auf Eure Mithilfe angewiesen. Auskunft erteilt
unser Schützenmeister René Frischknecht (079/541
86 45).
Aus- und Weiterbildung
Der neue Ausbildungschef Georges Kamber hat das Projekt „Wald-Wild“-Tag
vorbereitet und mit der Hegeorganisation besprochen und
abgestimmt. Ziel ist, der nichtjagenden Bevölkerung
Zusammenhänge aufzuzeigen und aktiv Öffentlichkeitsarbeit
zu betreiben. Ein erster solcher Tag soll unter Mitwirkung
von Jägerschaft, Forstorganen sowie den Schutzorganisationen
am Samstag, 4. Mai 2013, im Vorderland stattfinden. Die
Erfahrungen dieser Veranstaltung werden ausgewertet. Die
beiden anderen Hegeringe werden diesen Tag auch noch durchführen.
Die Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz der Schweiz hat
im letzten Jahr ein neues Jagdlehrmittel herausgegeben,
mit dem Ziel, die Jägerausbildung in allen Kantonen
zu vereinheitlichen. Georges Kamber hat im letzten Jahr
unseren Ausbildungskurs an dieses neue Lehrmittel angepasst.
Die nächste Jungjägerausbildung kann in diesem
Herbst aus-geschrieben werden. Somit könnte der nächste
Kurs, genügendes Interesse vorausge-setzt, im April
2014 beginnen.
Oeffentlichkeitsarbeit
Es ist für uns Jäger sehr wichtig, dass die Öffentlichkeit
von unserem Tun erfährt. Gut ist es, wenn wir unsere
Tätigkeit positiv darstellen können. Es muss
der Grundsatz gelten, dass alle Hegeeinsätze, seien
sie auch noch so klein, mit einem Bild und einem kurzen
Text an die Presse geschickt werden, um dieser Anforderung
nachzuleben.
Ein wichtiges Instrument für die öffentliche
Wahrnehmung sind unsere Jagdhornbläser. Das letztjährige
St. Gallische – Appenzellische – Liechtensteinische
Jagdhornbläsertreffen vom 24. Juni in Amden wurde
von unseren Mitgliedern nicht gut besucht. Es gibt für
alles Gründe. Wir bekommen Gelegenheit zur Verbesserung.
Das nächste Bläsertreffen dieser Art findet am
Sonntag, 22. Juni 2014 in Teufen statt, unter der Leitung
unserer Jagdhornbläsergruppe „Waldkauz“.
Notiert Euch diesen Termin und zeigt Eure Wertschätzung
für die Pflege des jagdlichen Brauchtums mit einem
Grossaufmarsch in Teufen.
Das ist eine sehr gute Chance, der nichtjagenden Bevölkerung
die Jäger einmal aus einer ganz anderen Warte zu zeigen.
Den von JagdSchweiz angebotenen PR-Kurs besuchte Kassier
Hans-Jörg Blaser am 23.11.12 in Luzern.
Kant. Jagdkommission
An zwei Sitzungen wurden die anstehenden Geschäfte
behandelt. Ich verweise auch hier auf die Ausführungen
unseres Hegechefs.
Noch nicht gelöst ist die Frage der Vertretung der
Hochjagd, der einer der drei Jägersitze zur Verfügung
stehen müsste. Wir sind zuversichtlich, diese Frage
im Laufe des Jahres 2013 definitiv regeln zu können
und den Hochjagdverein im Laufe des Jahres beauftragen
zu können, auf die Hochjagd-HV 2014 eine Nomination
vorzubereiten, die dann zuhanden der kant. HV 2014 eingereicht
werden müsste.
Vorstandstätigkeit
An drei Vorstandssitzungen wurden
die anstehenden Probleme eingehend diskutiert. Es ist mir
ein grosses Anliegen, meiner Kollegin und meinen Kollegen
für ihre Unterstützung herzlich zu danken. Nur
weil jede und jeder die Aufgaben seines Ressorts mit Engagement
angeht und erledigt, ist auch das Präsidium ein Job,
der mach- und tragbar ist.
Mitgliedermutationen
Am 26. Februar 2013 wurde Ralph John, Eggersriet, in der kath. Kirche Eggersriet
aus diesem Leben verabschiedet. Da er auch im Jägerverein Hubertus,
St. Gallen, ein sehr engagiertes Mitglied war, begleiteten ihn die Klänge
der Jagdhornbläser Hubertus auf seinem letzten Weg. Ich wünsche
Ralph an dieser Stelle Weidmannsruh.
Im Laufe des Jahres haben folgende Mitglieder ihren Austritt aus unserem Verein
erklärt: Bruno Büchler, Bühler; Erwin Bühler, Schachen-Reute,
Heinrich Naef, Speicher, Hans Preisig, Schönengrund, Alfred Schiess, Herisau.
Ich danke den Austretenden für ihre teils langjährige und engagierte
Mitgliedschaft.
Wildruhezonen
Rechtzeitig auf die Wintersaison 2012/2013 konnte die Arbeitsgruppe Wildruhezone
die sehr ansprechend gestaltete Broschüre und Karte publizieren. Unser
Jagdverwalter hat alle Mitglieder mit einem Exemplar bedient. Besten Dank.
SPW und JagdSchweiz
Am Samstag, 9. Juni 2012, fand in Pruntrut die 4. Delegiertenversammlung von
JagdSchweiz statt. Unser Hegechef begleitete mich an diese Veranstaltung,
an der bekannt gegeben wurde, dass man sich von Geschäftsführer
Dr. Marco Giacometti per Ende 2012 trennen und dass diese Tätigkeit öffentlich
ausgeschrieben werde. In der Zwischenzeit wurde David Clavadetscher, Lenzburg,
zum neuen Geschäftsführer gewählt und die Geschäftsstelle
von Stampa (GR) nach Zofingen (AG) verlegt.
Einmal mehr wurde die Wichtigkeit der Kontaktpflege zu den Jägern im Eidgenössischen
Parlament betont. Diese Verbindung ist ein wichtiges Instrument, Einfluss zu
nehmen und bei Gesetzgebungsvorlagen in einem frühen Stadium mitgestalten
zu können.
Gegenwärtig wird erarbeitet, wie der in der neuen Jagdverordnung festgelegte
periodische Treffsicherheits-Nachweis ausgestaltet werden soll, damit er für
die Jäger erfüllbar bleibt und von den Kantonen möglichst gegenseitig
anerkannt wird.. JagdSchweiz hat eine umfangreiche Stellungnahme zuhanden der
Jagd- und Fischereiverwalter-Konferenz eingereicht, die auf die Anliegen der
Jägerschaft hinweist. Seien wir gespannt, was hier am Schluss rauskommt.
Mit der Neuausrichtung unseres Jagdschiessstandes müssten wir in der Lage
sein, die notwendige Kapazität anbieten zu können.
Der Schweizerische Patentjäger- und Wildschutzverband SPW besteht nur
noch, um das Verlagsrecht am Schweizer Jäger zu nutzen. Dieses Verlagsrecht
ermöglicht dem SPW, seinen Sektionen jährlich einen Beitrag pro Mitglied
auszuschütten. Im 2012 waren das Fr. 3.00 pro Mitglied und unsere Kasse
kam dadurch zu Fr. 540.00. Die Beiträge werden zurzeit aufgrund der Mitgliederzahlen
und nicht aufgrund der Anzahl Abonnenten je Sektion ausbezahlt. Es ist darum
wichtig, dass möglichst alle Mitglieder auch Abonnenten sind.
Einziges Organ ist die Präsidentenkonferenz, die einmal jährlich
stattfindet und neben der Berichterstattung vor allem auch der Kontaktpflege
unter den Patentkantonen dient. Diese Veranstaltung fand am 18. Februar 2012
im Rahmen der Ausstellug „Fischen-Jagen-Schiessen“ in Bern statt.
HV 2013 Antrag
zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 2014
Wir beantragen eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf das Jahr 2014
auf Fr. 70.00. Da wir kräftig in den Schiessstand investiert haben, beantragen
wir diesen Aufschlag, mit dem automatisch auch der Übungskehr in der hinteren
Au inbegriffen wäre. Alle Mitglieder würden damit einen Beitrag an
die neuen Anlagen leisten und alle diejenigen, die auch in unserem Stand üben,
hätten damit eine Rückvergütung in Form des Standblattes.
Künftig werden vermehrt Diskussionen stattfinden zur Finanzierung der
Verbandstätigkeit. Um auf ähnlicher Flughöhe Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit
betreiben zu können wie die Schutzorganisationen werden wir nicht um Beitragserhöhungen
herumkommen. In der Jagdpresse ist die schon fast legendäre „Halbliter-Diskussion“ in
vollem Gang. Jagd-Schweiz will sich vor dieser Diskussion so in Form bringen,
dass ihr Wirken stärker wahr-genommen wird. Ich gehe davon aus, dass das
nächstens der Fall sein wird.
Dank
Zum Schluss danke ich all jenen, die ich im Bericht bisher noch nicht erwähnt
habe. Es geht vor allem um diejenigen, die sich von Berufes wegen mit der Jagd
und uns Jägern befassen müssen oder dürfen. Es sind dies: der
Jagdverwalter Willi Moesch, unser obers-ter Jagdherr Landammann Hans Diem sowie
der kantonale Wildhüter Roland Guntli. Es ist wichtig und hilfreich, wenn
die Zusammenarbeit reibungslos und fruchtbar ist. Ich durfte feststellen, dass
das der Fall ist und dass die Bereitschaft gross ist, Lösungen zu finden,
die für beide Seiten stimmen.
Weiter danke ich allen Forstverantwortlichen sowie allen Menschen, die sich
mit uns zusammen für Wald und Wild engagieren. Ich freue mich, die Zusammenarbeit
in dieser guten Atmosphäre fortsetzen zu dürfen.
Urnäsch, im März 2013
Mit Weimannsdank und viel Jeger’s Gfell für alle
AR Patentjägerverein
Stefan Frischknecht, Präsident
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